
Das Lauratal zwischen Schlier und Weingarten begleitete auf 3 km länge die 12 km lange Scherzach (Quelle in Grünkraut, mündet in Weingarten in die Schussen). Der grösste Teil besteht aus Wald, in den 5 Häusern leben knapp 40 Einwohner.
Mitten im Tal, wo vor Jahren die Haslachburg versank, steht der Barbarossastein. Wer den Aufstieg und die 181 Stufen zum Barbarossastein geschafft hat, kann folgende Inschrift des Schwäbischen Albvereins Ortsgruppe Weingarten von 1909 nachlesen:
Wanderer halt ein
Es kündet dieser Stein
Von alter Volkessage
Treu bis zu diesem Tage
Sonder fehl noch Lüge.
Hier stand Barbarossas Wiege
Auch Kaiser Karl der Grosse
Weilt hier mit seinem Trosse
Beim Reigen Munt`rer Elfen
Auf der Haslachburg der Welfen
Es gibt die Sage der Laura, einem Burgfäulein, das unter tragischen Umständen ihr Leben verlor.
Ob der Name Lauratal von der Laura-Sage abgeleitet wurde oder von den Luren, ist nicht genau geklärt.
Fast mittig, nähe Lanzenreute, soll die die Haslachburg auf einer Seite der Scherzach gestanden haben. Zum Gedenken wurde vor 100 Jahren der „Barbarossastein“ dort errichtet - es sind keine Überreste der Haslachburg, die versunken sein soll, mehr zu finden.
Gegenüber stand die Burg Wildeneck, die im 18 Jahrhundert abgetragen wurde, und deren Steine zum Bau der Pfarrkirche in Weingarten verwendet wurden. Reste dieser Burg sind noch vorhanden.